Tapete im Badezimmer

Welche Tapete im Badezimmer?

Auch wenn es früher ganz und gar nicht üblich war, die Wände im Badezimmer zu tapezieren, sondern diese durchweg gefliest waren, geht der Trend in den letzten Jahren immer mehr dazu über, auch im Badezimmer Tapeten an die Wände zu bringen. Zwar gibt es mittlerweile auch sehr interessante Fliesen, doch an die gestalterischen Möglichkeiten, die eine Tapete bietet, kommen Fliesen einfach nicht heran. Aber kann eigentlich jede Tapete im Badezimmer verwendet werden, oder gibt es hier Unterschiede? Erfahre es jetzt in unserem nachfolgenden Dekoleidenschaft Ratgeber.

Welche Tapete eignet sich?

Im Badezimmer kannst Du nicht jede beliebige Tapete bedenkenlos an die Wand bringen. Immerhin herrschen hier ganz andere klimatische Bedingungen als beispielsweise im Wohn- oder Schlafzimmer. Die Luftfeuchtigkeit ist hier um ein Vielfaches höher. Während diese in Wohnräumen in der Regel bei etwa 50 bis 60 Prozent liegen sollte, kann diese bedingt durch das Duschen oder Baden innerhalb weniger Minuten auf 100 Prozent steigen. Dabei kann sich dann auch leicht Kondenswasser an den Wänden bilden. Wenn nun die falsche Tapete an den Wänden ist, dann saugt sich diese voll und gibt die Feuchtigkeit auch an die Wände ab, wodurch das Schimmelrisiko steigt.

Es gibt aber spezielle Tapeten, die sich ideal für die Verwendung im Badezimmer eignen. Hierbei handelt es sich um

  • Vliestapete
  • Vinyltapete
  • Glasfasertapete
Vliestapete
Bei Vliestapete handelt es sich um eine Tapete, die aus glatten, reißfesten Fasern hergestellt ist. Feuchtigkeit hat bei der Vliestapete keine Chance, denn das Material ist sehr feuchtigkeitsresistent. Die Tapete dehnt sich nicht aus und beginnt auch nicht zu schrumpfen, wie es hingegen bei normaler Papiertapete der Fall wäre.
Vinyltapete
Bei der Vinyltapete, häufig auch PVC-Tapete genannt, kommen zwei verschiedene Materialien zur Verwendung:

–PVC
–Papier

Die Oberfläche der Papiertapete ist mit einer PVC-Schicht bezogen, weshalb diese nicht nur wasserfest ist, sondern außerdem scheuerfest und daher leicht gereinigt werden kann.

Glasfasertapete
Der strapazierfähigste Vertreter unter den Tapeten ist die Glasfasertapete. Hier werden Glasfasern zu einem dichten, robusten Gewebe verarbeitet, wodurch die Tapete nicht nur wasser-, sondern auch feuerfest ist. Glasfasertapete kann allerdings nicht mit herkömmlichem Kleister an der Wand aufgebracht werden. Hierfür ist ein spezieller Dispersionskleber notwendig.

Muss die Tapete versiegelt werden?

Wenn Du in Deinem Badezimmer eine der drei genannten Tapeten verwendest, muss die Tapete nicht extra versiegelt werden, denn die Tapeten selbst sind bereits entsprechend feuchtigkeitsresistent. Wenn Du aber zu herkömmlicher Papiertapete greifst, dann solltest Du diese unbedingt mit einer Kunststoffdispersion versiegeln, um sie dadurch ebenfalls resistent gegen Feuchtigkeit zu machen.

So tapeziert man das Bad ganz leicht selbst

So wie in jedem anderen Raum auch, muss auch im Badezimmer das Tapezieren entsprechend vorbereitet werden. Schließlich soll sie an den Wänden halten und sich nicht beim ersten Dampfbad ablösen. Dafür ist es erst mal notwendig, die alte Tapete vollständig zu entfernen. Sollte die Wand Unebenheiten aufweisen, solltest Du diese beseitigen. Dabei kann es sich beispielsweise um Risse oder Löcher handeln. Beseitigen kannst Du diese Unebenheiten mithilfe von Spachtelmasse, die Du nach dem Trocknen mit Schleifpapier noch mal plan schleifen kannst.

Bevor die Badezimmerwände tapeziert werden, solltest Du diese grundieren, um dadurch nicht nur die Haltbarkeit der Tapete zu erhöhen, sondern auch das spätere Ablösen zu erleichtern. Achte unbedingt auch darauf, dass Du einen Kleister verwendest, der für Feuchträume geeignet ist. Denn die meisten Feuchtraumtapeten lassen sich nur mit speziellem Dispersionskleber anbringen.

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