Gemüse richtig aufbewahren

Gemüse richtig aufbewahren

Gemüse ist gesund und sollte täglich auf dem Speiseplan stehen. Vor allem frisches Gemüse gilt als besonders reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Da nur die wenigsten Menschen im Alltag genügend Zeit haben, um täglich einkaufen zu gehen, sollte das Gemüse richtig gelagert werden, damit es möglichst lange frisch und genießbar bleibt. Wir zeigen nachfolgend, worauf Du bei der Lagerung von Gemüse achten solltest und welche Ansprüche die verschiedenen Sorten bezüglich der Aufbewahrung haben.

Gemüse richtig einkaufen – darauf musst du achten

Damit das Gemüse noch einige Tage zu Hause aufbewahrt werden kann, ist es wichtig, dass es möglichst frisch eingekauft wird. Wurde das Gemüse schon im Laden einige Tage gelagert, dann hält es sich – auch bei richtiger Lagerung – in der eigenen Küche nicht lange. Je nach Anbaugebiet kann es sogar sein, dass das Gemüse nach der Ernte bis zu zwei Wochen unterwegs ist, bis es dann im örtlichen Supermarkt zum Verkauf angeboten wird.

Bereits kurz nach der Ernte sinkt die Qualität des Gemüses und es setzt der Verderb an. Wenn Du möglichst frisches Gemüse kaufen möchtest, dann solltest Du Dich für saisonale Gemüsesorten entscheiden, die einen deutlich kürzeren Transportweg hinter sich haben.

Frisches Gemüse sieht knackig und appetitlich aus. Grundsätzlich solltest Du Gemüse, das welk oder alt aussieht, liegen lassen. Das gilt zum Beispiel für Salate, die bereits welke Blätter haben, Gurken, die sich leicht biegen lassen, oder Brokkoli, der schon gelbe Röschen hat. Auch fleckiges Gemüse solltest Du lieber nicht kaufen.

Gemüse zuhause richtig lagern

Häufig wird das Gemüse nach dem Einkauf direkt in den Kühlschrank geräumt, damit es länger frisch bleibt. Allerdings bekommen nicht jeder Gemüsesorte die kalten Temperaturen im Kühlschrank. Viele Sorten vertragen keine Kälte und das Zellgewebe wird dadurch beschädigt. Im Gegenzug bekommt vielen Sorten keine Wärme und bei einer Lagerung außerhalb des Kühlschranks gehen die Vitamine verloren und das Gemüse verdirbt schneller.

Entscheidend für die richtige Lagerung ist das Herkunftsland der Gemüsesorten. Grundsätzlich können Gemüsesorten, die in Deutschland angebaut werden, bedenkenlos im Kühlschrank aufbewahrt werden, da ihnen die niedrigen Temperaturen nicht schaden. Gemüse hingegen, das aus südlichen Ländern kommt, mag es eher warm und verträgt die Kälte nicht.

Verlust der Nährstoffe

Durch die falsche Lagerung wird nicht nur die Haltbarkeit des Gemüses herabgesetzt, sie trägt auch zu einem frühzeitigen Verlust der Vitalstoffe bei. Besonders gefährdet ist hierbei das in Gemüse enthaltene Vitamin C. So geht bei Karotten, die bei einer Temperatur von 20 Grad gelagert werden, 27 Prozent des Vitamin-C-Gehalts verloren. Bei Spinat ist es sogar 100 Prozent. Wird das Gemüse hingegen bei etwa 4 Grad gelagert, so liegt der Vitamin-C-Verlust bei Karotten nur noch bei 10 Prozent und bei Spinat bei 75 Prozent. Tiefgefrorene Karotten verlieren hingegen gar kein Vitamin C. Allerdings liegt der Verlust bei Spinat immer noch bei 30 Prozent.

Übersicht: So lagert man verschiedenes Gemüse

Nachfolgende eine Übersicht der Lagertemperatur:

Kälteunempfindliche Gemüsesorten – Lagerung unter 8 Grad:

  • Artischocken
  • Blattsalat
  • Brokkoli
  • Blumenkohl
  • Champignons
  • Erbsen
  • Karotten
  • Kohl
  • Kohlrabi
  • Radieschen
  • Rosenkohl
  • Rüben
  • Sellerie
  • Spargel
  • Spinat
  • Zuckermais

Kälteempfindliche Gemüsesorten – Lagerung über 16 Grad:

  • Auberginen
  • Gurken
  • Bohnen
  • Kartoffeln
  • Kürbis
  • Paprika
  • Tomaten
  • Zucchini

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